Es bestehen grosse Unterschiede bei Leistungen und Prämien von privaten Krankenzusatzversicherungen. Man sollte daher nie beim erstbesten Anbieter eine Versicherung abschließen. Im Internet kann man heute schnell und bequem Beiträge zahlreicher Anbieter miteinander vergleichen. Schnell wird man bei einem solchen Prämienvergleich festellen, dass solche Krankenzusatzversicherungen durchaus erschwinglich sind. So kostet beispielsweise eine Krankenhauszusatzversicherung (Leistungen: Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung) nur rund 29 Euro. Auch die Leistungsunterschiede zwischen verschiedenen Versicherungen werden durch Versicherungsratings zunehmend für den Laien vergleichbar.
Im Detail sollte man bei einzelnen Leistungspaketen jedoch ruhig nachrechnen. Nicht alle Zusatzversicherungen sind tatsächlich lohnenswert. Wenn eine Versicherung von Sehhilfen zum Beispiel einen Beitrag in Höhe von acht Euro monatlich (=192 Euro jährlich) kostet, jedoch laut Bedingungen alle zwei Jahre nur maximal 200 Euro für eine Sehhilfe zahlt, kann man auf die Versicherung auch gleich verzichten und für die neue Brille sparen.
Private Krankenzusatzversicherungen sind insbesondere für solche Menschen empfehlenswert, denen die eigene Gesundheit besonders am Herzen liegt. Insbesondere eine Zusatzversicherung für den stationären Bereich ist empfehlenswert. Dabei sollte solchen Versicherungsanbietern der Vorrang eingeräumt werden, die darauf verzichten, innerhalb der ersten drei Jahre kündigen zu können. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Versicherungstarif die Arztkosten nicht nur bis zum 2,3-fachen, sondern bis zum 3,5-fachen der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) übernimmt.